Wie kann man als Mutter aufhören, sich schuldig zu fühlen?

Egal, ob Sie sich einen Moment für sich, ohne Kind nehmen oder nicht so ruhig gehandelt haben, wie Sie es sich gewünscht hätten, Schuldgefühle sind oft das tägliche Brot im Leben einer Mutter.

Und selbst wenn Ihr Verstand Ihnen sagt, dass Sie das Recht haben, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und Fehler zu machen, fällt es Ihnen schwer, sich von dieser Schuldlast zu befreien.

Was tun?

Schuldgefühle verstehen

Schuld ist eine Emotion, die entsteht, wenn wir unsere Handlungen für falsch halten.

Dank dieser Emotion können wir uns fragen, ob unsere Handlungen angemessen waren und wenn nicht, die Situation für das nächste Mal korrigieren.

Die Schuld ergibt sich also aus unserer Einschätzung was richtig und was falsch ist.

Was beeinflusst Ihren inneren Richter?

Ihr innerer Richter wird sich auf Ihr Wertesystem beziehen, um zu bestimmen, ob Ihr Handeln richtig oder falsch ist.
Und Ihr Wertesystem wird von vielen Faktoren beeinflusst:

  • Ihre eigenen Erwartungen
    an eine Mutter und was sie tun muss, um eine gute Mutter zu sein. Diese Erwartungen können durch das Umfeld, in dem Sie leben, die Kultur Ihres Herkunftslandes und auch die Medien beeinflusst werden.
  • Ihre elterlichen Muster.
    Sie haben irgendwann die Erziehung Ihrer Eltern bewertet und versuchen, das zu replizieren, was Sie als für richtig erachtet haben, und das zu ändern, was falsch war. Dieser Prozess ist mehr oder weniger bewusst und erfordert oft eine Neubewertung zum Zeitpunkt der Elternschaft, denn aus Sicht des Kindes ist ein Elternteil, der sich für ihn völlig hingibt, das beste Szenario. Wenn Ihre Mutter zum Beispiel sich gänzlich für ihre Kinder aufgeopfert hat und Sie eine glückliche Kindheit hatten, ist es möglich, dass Sie ihr Muster unbewusst reproduzieren wollen, in Ihrem Leben nach einer Balance zwischen Ihrer Rolle als Mutter und Ihrer Rolle als Frau streben und dabei mit konstanter Schuld leben. Oder umgekehrt, wenn Sie mit der Erziehung Ihrer Eltern nicht zufrieden waren, haben Sie Angst, die gleichen Muster zu reproduzieren und sich schuldig zu fühlen, sobald Sie etwas falsch machen. Und schliesslich können Sie unter bestimmten Verhaltensweisen Ihrer Eltern gelitten haben, diese systematisch reproduzieren und das belastet Sie mit einem starken Schuldgefühl.
  • Ihr Niveau emotionaler Unabhängigkeit
    Fällt es Ihnen leicht, entgegen der Erwartungen Ihres Ehepartners, Ihrer Familie, Ihrer Freunde oder sogar der Gesellschaft zu handeln, weil es einfach Ihren Bedürfnissen entspricht?
  • Ihr Selbstwertgefühl.
    Haben Sie sich in der Vergangenheit leicht an die erste Stelle in Ihrem Leben gesetzt oder war es schon egoistisch? Die Ankunft eines Kindes gibt gute Gründe zum Umpriorisieren und erfordert ein höheres Mass an Selbstwertgefühl als in der Zeit ohne Kind.

Wie finden wir aus dieser Schuld heraus?

Wenn das nächste Mal ein Schuldgefühl aufkommt, stellen Sie sich die folgenden Fragen:

1. Ist die Handlung, die ich gemacht habe oder durchführen möchte, legitim?
2. Warum denke ich, dass es schlecht ist?
3. Was hat dieses Urteil beeinflusst?

  • Meine Erwartungen als Mutter?
  • Meine elterlichen Muster?
  • Mein Selbstwertgefühl?
  • Was andere von dieser Handlung halten?

4. Was würde der Anwalt, der Sie in dieser Angelegenheit verteidigen sollte, sagen?

Damit Ihr „innerer Richter“ verstehen kann, dass Ihre Handlung nicht so schlimm war, muss er erfahren, dass die Folgen Ihrer Handlung nicht schlecht sind.
Wenn ich noch einmal das Beispiel der Mutter nehme, die es nicht wagt, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, muss der innere Richter sehen, dass die Welt schliesslich nicht stehengeblieben ist, weil sie sich Zeit für sich selbst genommen hat.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihrem Kind etwas Schlechtes angetan haben, ist es wichtig, Ihren Fehler auszugleichen, indem Sie Ihrem Kind erklären, dass Sie etwas falsch gemacht haben. Um Ihre Fehler zu beheben, muss Ihr Kind hören, dass es nicht seine Schuld war, wenn Sie so gehandelt haben (es ist Ihr Problem, das Kind „verdient“ diese Behandlung nicht), dass Sie es lieben und um Vergebung bitten. Wenn Sie denken, dass es beim Kind einen Schock hervorruft, so geben Sie ihm ein paar Tropfen Bachblüten Rescue für Kinder, damit seine Organe den Schock nicht registrieren.

Und wenn es anhält…

Wenn die Schuld nicht verschwindet oder Sie immer noch auf eine Art und Weise reagieren, die Ihnen nicht gefällt, bedeutet das, dass tiefere Wunden, die mit Ihren elterlichen Mustern oder Ihrem Selbstwertgefühl zusammenhängen, geheilt werden müssen und Sie Unterstützung von einem Therapeut benötigen. Schauen Sie sich mein kostenloses Webinar an, um zu verstehen, warum Sie sich immer wieder schuldig fühlen.

Mutter zu werden ist eine wichtige Veränderung im Leben und es tritt alles zutage, was wir mit unserer Familie oder mit uns selbst nicht „erledigt“ haben. Es ist auch eine perfekte Gelegenheit für eine vertiefende Arbeit, um zu vermeiden, dass bestimmte Muster an unsere Kinder weitergegeben werden.

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