Die Beziehung zu Geld und das Selbstwertgefühl

Schulden? Pleite? Unterbezahlt? Oder haben Sie das Gefühl, dass Geld Ihnen zwischen den Fingern zerrinnt?

Über unser Verhältnis zu Geld ist es einfach auf unsere inneren Glaubenssätze und unser Selbstwertgefühl zu schließen.

Christelle Pillot ist zertifizierter Coach und hat an den Seminaren über die Psychologie des Geldes von T. Harv Eker, dem Autor des Bestsellers „So denken Millionäre“, teilgenommen.

Hier sind ihre Tipps wie Geld als Tool zur persönlichen Entwicklung eingesetzt werden kann.

Inwiefern ist unsere Beziehung zu Geld ein Indikator für unser Selbstwertgefühl?

Ich mochte die Idee an den Seminaren von T. Harv Eker, dass Geld nur eine physische Folge unserer inneren Welt ist. Es ist das Ergebnis unserer Gedanken, unserer Emotionen, unserer Spiritualität. Wie die Youtuber von „tout le monde s’en fout“ (deutsch: allen ist es egal) sagen würden, ist Geld eine Punktzahl. Wenn man sich also nicht als fähig erachtet, dieses Ergebnis erreichen zu können, erreicht man es nicht. Wenn wir uns dem Punktestand nicht gewachsen fühlen, erreichen wir ihn nicht. Wenn wir denken, dass es nicht wichtig ist diese Punkte zu erreichen, werden wir unsere Bemühungen auch nicht in diese Richtung lenken.

Was unseren inneren Weg blockiert, ist im Allgemeinen das Selbstwertgefühl: Die Glaubenssätze, die wir betreffend Geld oder uns selbst haben, sowie ein fehlendes anspornendes Ziel.

Was sind die häufigsten Glaubensmuster in Bezug auf Geld?

Glaubenssätze sind verankerte Meinungen, die wir aufgrund der Interpretation unserer Lebenserfahrung aufgebaut haben. Aber Glaubenssätze sind auch Meinungen, die wir von unseren Eltern geerbt haben und die von unserem sozio-kulturellen Umfeld geprägt werden. Wir haben diese Dogmen meistens akzeptiert und integriert ohne sie jemals in Frage gestellt zu haben. Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist. Wir sehen die Welt durch unsere Gedanken- und Emotionsfilter so wie wir sind.

Glaubenssätze können unterstützend oder einschränkend sein. Um unsere Glaubenssätze zu erkennen, reicht es unser Leben zu beobachten. Unsere Handlungen oder Nicht-Handlungen stehen immer im Einklang mit unseren vorherrschenden Glaubenssätzen. Sie schaffen und verstärken dadurch unsere Glaubensmuster. Wenn ich Coaching-Sitzungen zum Thema Geld führe, arbeiten wir an einer Liste von 72 Glaubenssätzen. Der Coaching-Teilnehmer verleiht diesen Aussagen Noten von 1 bis 10 (1: er ist damit überhaupt nicht einverstanden, 10: voll und ganz einverstanden).

Hier ein paar Beispiele:

„Um reich zu werden, muss man über Leichen gehen.“
„Geld macht nicht glücklich.“
„Geld ist nicht wichtig.“
„Man muss hart arbeiten, um viel Geld zu verdienen.“
„Man braucht Geld um Geld zu machen.“
„Für eine Frau ist es noch schwieriger reich zu sein.“
„Die Reichen werden auf Kosten der Anderen reich.“
„Heute ist es nicht mehr möglich, vermögend zu werden.“
„Man muss im richtigen sozialen Umfeld geboren sein, um reich zu werden.“
„Reichtum ist ein Hindernis für Spiritualität.“
„Ich habe nicht lang genug studiert, um den Anspruch auf viel Geld zu haben.“
„Geld ist nichts für Leute wie mich.“
„Ich habe kein Anrecht auf Reichtum während andere hungern.“

Je höher die erreichte Punktzahl, desto negativer sind Ihre Glaubenssätze über Geld.

Was kann man tun, um sich mit Geld zu versöhnen?

Um sich mit Geld zu versöhnen, müssen wir unser inneres Schema ändern und dafür müssen wir mit folgendem beginnen:

  1. Seien Sie sich Ihrer einschränkenden Glaubenssätze bewusst. Verstehen wir deren Herkunft, ihre Grundlagen, ihre Auswirkungen auf unser Alltagsverhalten, erkennen wir, dass sie unbegründet sind und wir sie durch positive Glaubenssätze ersetzen können. Wenn Sie sich zum Beispiel trotz einer gelungenen Karriere nie zu Ihrem Erfolg loben und sich stets unfähig fühlen, so programmieren Sie Ihren Geist permanent auf Misserfolg und besetzen nicht Ihren rechtmäßigen Platz (das Hochstapler-Syndrom). Wenn Sie sich dessen bewusst sind, können Sie die Dinge umdrehen, indem Sie sich jeden Abend zu dem beglückwünschen, was Sie erreicht haben, selbst wenn es Ihnen minimal erscheint (einfach nur den Tag beendet zu haben zum Beispiel). Sich zu kleinen Erfolgen beglückwünschen ist genauso wichtig, wie sich Zeit für sich selbst nehmen. Den Morgen beginnen Sie durch positive Affirmationen: „Ich bin geschickt und intelligent. Ich habe alles, um erfolgreich zu sein“, „Ich bin genauso würdig und fähig wie jeder andere Mensch auf der Erde und ich verdiene es alles zu erreichen, was ich will, in jedem Bereich meines Lebens“.
  2. Beobachten Sie Ihre Gefühle. Diese sind Ihr Barometer und erlauben es Ihnen zu wissen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder ob einige Ihrer Glaubenssätze Ihren Fortschritt noch sabotieren. Achten Sie darauf welche Gefühle bei Ihnen aufkommen in beispielsweise folgenden Situationen: Wenn Sie über Geld sprechen; wenn Sie mit Menschen zusammen sind, die mehr oder weniger haben als Sie; wenn Sie um eine Gehaltserhöhung oder die Bezahlung Ihrer Honorare bitten. Sollten negative Emotionen wie „Aber, ich bin nicht gut genug, um Anspruch auf diese Position zu erheben“, „Wenn ich solche Honorare verlange, könnte ich als Gauner abgestempelt werden“ auftreten, so ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Wenn Sie Ihre Emotionen genau wahrnehmen, wird es Ihnen möglich sein, sich offen und ehrlich zu analysieren.
  3. Lernen Sie die Motivationen und tief verankerten Werte kennen, welche Sie zu Ihren Handlungen bewegen. Geben Sie Geld einen Sinn. Dabei kann es helfen sich folgende Fragen zu stellen: Was würde ich tun, wenn ich mehr Geld hätte? Wie würde ich mit diesem Geld schöne Projekte unterstützen? So erhält das Bedürfnis nach Geld eine tiefere Bedeutung.

„Was unseren inneren Weg blockiert, ist im Allgemeinen das Selbstwertgefühl: Die Glaubenssätze, die wir betreffend Geld oder uns selbst haben, sowie ein fehlendes anspornendes Ziel.“

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Zertifizierter Coach, Reiki-Therapeutin und zertifizierte Sophrologie-Therapeutin.
Vor ungefähr zwei Jahren entschied sie sich ihre Karriere als Wirtschaftsingenieurin aufzugeben, um ihrem Interesse für persönliche Entwicklung eine echte Chance zu geben. Ihre Entscheidung wurde motiviert durch ihre drei Kinder, welche mit dem Glauben aufwachsen sollten, dass alles möglich ist. Diese Orientierungshilfe wollte sie ihnen mit auf den Weg geben.
Christelle Pillots Coaching soll Ihnen als Teilnehmerin helfen, Ihrer Leidenschaft zu folgen und davon leben zu können.

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