Die Belastung hochsensibel zu sein oder das Dilemma empathisch zu sein

Haben Sie das Gefühl, die Sachen 200% wahrzunehmen, die Gedanken von anderen leicht spüren zu können, die Emotionen von anderen Leute wie Ihre eigene Emotionen zu leben und auf Grund dieser stark in Ihren eigenen emotionalen Ressourcen gefördert zu werden? Dann sind Sie vielleicht hochsensibel.

Brigitte Küster ist psychologische Beraterin, seit zehn Jahren spezialisiert auf Angebote für hochsensible Menschen. Sie ist Autorin von mehreren Büchern zum Thema Hochsensibilität und hat 2010 das Institut für Hochsensibilität IFHS gegründet.

Sie gibt uns eine gute Übersicht zu dieses Thema.

Wie erkennt man, dass man hochsensibel ist?

Nun, man stellt vielleicht fest, dass man schnell erschöpft ist und viel Ruhezeiten braucht. Ausserdem kann man bemerken, dass Erlebnisse lange nachwirken, positive wie negative.

Man verträgt vielleicht nicht gut Lärm oder Gerüche. Möglicherweise reagiert man stark auf Berührungsreize oder einzelne Lebensmittel.

Dr. Elaine N. Aron, USA, Psychotherapeutin und Universitätsprofessorin, eine der Pionierinnen im Gebiet der Hochsensibilität bietet ein Selbsttest zur Hochsensibilität auf ihrer Webseite (), der ebenfalls auf Deutsch verfügbar ist. Die Fragenbogen alleine können aber keine 100% Auskunft darüber geben, ob jemand hochsensibel ist oder nicht und ersetzen auch nicht das persönliche Beratungsgespräch.

„Nun, man stellt vielleicht fest, dass man schnell erschöpft ist und viel Ruhezeiten braucht.“

Wie kann man sich als hochsensibler Mensch schützen?

Es gilt die eigenen Wahrnehmungen ernst zu nehmen und Wege des Ausdrucks dafür zu finden, ohne sich gesellschaftlich zu isolieren. Es ist ausserdem wichtig, einen eigenen Rhythmus zwischen Ent- und Anspannung zu finden, was bedeutet, dass es mehr Mikropausen tagsüber geben sollte. Wichtig ist auch, die eigenen Grenzen gut kennen zu lernen und frühzeitig gegenzusteuern (z.B. durch Mikropausen, Atemübungen, Imaginationsübungen oder körperliche Bewegung).

Welche Methoden der Komplementärmedizin sind hilfreich?

  • Atemtherapie: Wirkt entspannend und beruhigend, hilft den Körper wieder zu rhythmisieren.
  • Craniosacral-Therapie: Sehr sanfte und doch tiefgreifende Methode, den Körper wieder in Balance zu bringen, wird über der Kleidung, also in angezogenem Zustand gegeben.
  • Somatic Experiencing: Stress und Anspannung setzt sich im Nervensystem fest. Durch SE wird versucht, diese Anspannnung (Aktivierung) auf der körperlichen Ebene zu lösen und dem Organismus wieder als Energie zur Verfügung zu stellen.
  • Homöopathie: Hochsensible Menschen reagieren oft verstärkt auf Medikamente. Da genügen oft geringere Dosen. Homöopathie stellt eine sanftere Alternative zur Schulmedizin dar, mit der Hochsensible sich oft wohler fühlen und die gering dosiert werden kann.
  • AuraSoma: Spirituell inspirierte Methode zur Selbsterkenntnis, die mit Farben arbeitet. Evtl. geeignet für Hochsensible, die sich zur Spiritualität hingezogen fühlen und nach vertieftem Bewusstsein streben.
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Brigitte Küster ist psychologische Beraterin, Erwachsenenbildnerin mit eidg. Fachausweis, SEP (Somatic experiencing practioner nach Peter Levine), in Ausbildung zur Poesie- und Bibliotherapeutin und Aktivmitglied der SGfB (Schweizerische Gesellschaft für Beratung), dem SE-CH (Schweizerischer somatic experiencing Verband) und dem DGPB (Deutscher Verband für Poesie- und Bibliotherapie).

Seit zehn Jahren ist sie spezialisiert auf Angebote für hochsensible Menschen. Sie ist Autorin von mehreren Büchern zum Thema Hochsensibilität und hat 2010 das Institut für Hochsensibilität IFHS gegründet.

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