Ängste beruhigen mit EFT

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, von einer Angst kontrolliert und blockiert zu werden? EFT (Emotional Freedom Techniques) kann Ihnen helfen. Die Übung besteht darin, bestimmte Akupressurpunkte abzuklopfen. Alleine oder mit der Hilfe eines Therapeuten können Sie so Ihren Ängsten schnell den Schrecken nehmen und sich selber wieder besser fühlen.

Andrina Tisi, EFT Therapeutin, erklärt Ihnen die Methode und stellt eine Übung vor, um Ängste in den Griff zu bekommen.

 

Warum sind Sie Therapeutin geworden?

2014, nach dem Tod meines Bruders, habe ich mit einem Coach gearbeitet. Unteranderem hat er in unsere Arbeit auch EFT mit einbezogen.

In allen guten Coachings und Therapien wird nicht nur eine Sache angeschaut, sondern die Person und ihr Leben als Ganzes.

Während vielen Jahren hatte ich immer wieder Hautausschläge. Mal waren sie für Monate, ja sogar Jahre weg, und dann kamen sie wieder. Niemand konnte mir langfristig helfen oder hatte genaue Antworten. Ich war deshalb sehr verblüfft, als ich mit meinem Coach nur einmal über dieses bestimmte Thema «geklopft» habe – die die Ausschläge sind sage und schreibe über Nacht verschwunden und bis heute nicht wieder zurückgekehrt.

Dies hat mich dazu motiviert, mich in London in EFT ausbilden zu lassen, um diese Methode in der Arbeit mit meinen Klienten einzubringen.

Was ist EFT (Emotional Freedom Techniques) und für welche Probleme ist diese Methode geeignet?

EFT basiert auf modernsten Erkenntnissen aus Psychologie und Neurobiologie und ist frei von jeglichen esoterischen oder pseudowissenschaftlichen Dogmen und Praktiken. Ähnlich wie Akupunktur basiert EFT auf dem Meridiansystem, weshalb es oft auch die psychologische oder emotionale Variante von Akupunktur genannt wird.

Die Meridian Punkte werden durch Klopfen stimuliert und mit Glaubenssätzen und Affirmationen kombiniert. Alleine schon die Klopfstimulation hat eine entspannende Wirkung.

Es ist erwiesen, dass durch EFT die stressbedingte Überaktivität im emotionalen Gehirnteil (limbisches System) gesenkt und gleichzeitig die ursprünglich vorhandene Unteraktivität des Denkgehirns (frontaler Kortex) erhöht wird.

Hier ein paar Beispiele von Problemen, bei denen EFT helfen kann:

  • Körperliche Beschwerden und Schmerzen
  • Stress, Burnout und Energielosigkeit
  • Süchte
  • Gewichtsprobleme und emotionales Essverhalten
  • Negative Glaubenssätze und mentale Erfolgsblockaden
  • Ängste und Phobien
  • Schlafstörungen
  • Mangel an Selbstwert und Selbstvertrauen
  • Trauer, unverarbeitete Erlebnisse und Traumas

Was für viele am Anfang ungewöhnlich und auch gewöhnungsbedürftig sein kann ist, dass im EFT das Problem und negative Gefühle und Empfindungen akzentuiert werden. Ängste, Wut, Trauer, Schmerzen (körperlich und emotional) werden definiert und angesprochen.

Wie läuft eine Behandlung? Wieviele Behandlungen sind notwendig?

Durch gezielte Fragen wird das Problem langsam erforscht umso tiefer zu den Wurzeln der Symptome zu gelangen. Während der ganzen Behandlung wird geklopft. Resultate kann es schon noch einer Sitzung geben. Um die verschieden Facetten anzuschauen und Blockaden zu lösen empfehle ich mit 4-6 Behandlungen zu beginnen.

Was wäre eine EFT Anleitung gegen Angststörungen? 

Beginnen Sie mit dem Einstimmungssatz während Sie an der Aussenseite der Hand (Karate Chop Point) klopfen.

„Obwohl ich Angst vor …. habe liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

Es ist wichtig, dass das Problem so spezifisch wie möglich beschrieben wird.

Fragen Sie sich:

  • Was genau lösen diese Ängste aus?
  • Wo im Körper spüren Sie die Angst?
  • Auf einer Skala von 1 – 10 (10 am intensivsten) wie stark ist die Angst jetzt gerade?

Dann klopfen Sie die verschiedenen Punkte, wie auf der Illustration abgebildet, der Reihe nach durch, während Sie das „ich habe Angst vor….“ bei jedem Punkt und während des Klopfens repetieren. Hier gehen Sie, wie oben erwähnt, sehr in das Negative, in die Angst und den Schmerz hinein.

Es kann sein, dass sich schon nach einer Runde etwas verändert. Nach drei Runden kommen Sie zurück zum «Karate Chop Point» und formulieren den Einstimmungssatz neu.

Fragen Sie sich:

  • Was hat sich verändert?
  • Was für Gefühle sind hochgekommen?
  • Wo im Körper spüre ich die Angst jetzt?
  • Was ist nun die Intensität von 1 – 10?

Zum Beispiel: Obwohl mir diese Angst das Herz zusammenzieht liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.

Und so machen Sie weiter.

Welches Buch empfehlen Sie, um mehr über EFT zu erfahren?

Einmal pro Monat eine Inspiration von Holistia im Postfach:

Sie haben es probiert? Teile Ihre Erfahrung und inspirieren Sie weiter: