Aromatherapie – ein kleiner Luxus für körper und Seele

Die Aromatherapie ist ein Naturheilverfahren, das auf dem Einsatz von Pflanzenölen, sogenannter ätherischer Öle, basiert. Die Öle werden auf verschiedene Weise angewendet, zum Beispiel durch Verdampfen in Duft- und Aromalampen eingeatmet, als Massageöle in die Haut einmassiert, als Badezusatz ins Vollbad gegeben, in Wasserdampf inhaliert oder auch eingenommen.

Ich verwende die ätherischen Öle zur Selbstmassage oder Einreibung verdünnt mit fetten Ölen wie Mandelöl, Johanisskrautöl etc., als Badezusatz in Sahne oder Meersalz oder zur Beduftung über einen Stein, Duft- oder Aromalampe.

Den Pflanzenölen werden vielfältige Wirkungen zugeschrieben. Sie können das psychische und körperliche Befinden verbessern mit dem Ziel das Wohlgefühl zu stärken und die Gesundheit zu unterstützen.

Die ätherischen Öle werden aber auch zu therapeutischen Zwecken bei verschiedensten Krankheiten und Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel bei Erkältungssymptomen, Hauterkrankungen, Wechseljahresbeschwerden, Magenbeschwerden, zur Beruhigung bei Angststörungen oder Stress, zur Steigerung der Aufmerksamkeit und bei vielen weiteren Gesundheitsproblemen.

 

Die Öle wirken in den tiefsten Schichten von Körper, Geist und Seele, wo sie die psychischen und physischen Vorgänge regulieren können. Somit stellen sie keinerlei Ersatz für ärztliche oder psychologische Diagnosen und Behandlungen dar, können aber eine wirkungsvolle Ergänzung sein, in dem sie das Wohlbefinden verbessern und die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers aktivieren. Die Öle können z.B. vitalisierend, erheiternd, erdend, harmonisierend oder auch entspannend wirken.​

Ich lege großen Wert auf die Qualität meiner 100% naturreinen Produkte, die aus kontrolliert-biologischem Anbau (oder Demeter) durch schonende Verfahren gewonnen werden und unter ständiger Qualitätskontrolle stehen.

Ätherische Öle sind Drogen mit spezifischer körperlicher Wirkung die immer individuell auf den Menschen aufgestimmt werden (Alter, Hautdicke etc.) muss.

Frau H. ist 83 Jahre alt und noch sehr rüstig. Sie hat allerdings Arthrose in beiden Knien und anderen Gelenken und leidet unter dem Restless-Legs-Syndrom. Ausserdem hat sie ständig grosse Hämatome an den Beinen, die teilweise sehr schmerzhaft sind. Abends sind die Beine zudem stark geschwollen. Die Problematik tritt vor allem zu Ruhezeiten auf, wenn sie sich z.B. mittags oder am Abend aufs Sofa oder ins Bett legt.

Bei unruhigen Beinen (Restless-Legs-Syndrom) stellt der Arzt die Diagnose nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Betroffenen, meistens anhand der typischen Symptome (gem. www.praxisvita.de) fest. 4 Kriterien sind für eine sichere Restless-Legs-Diagnose erforderlich:

  • Die Betroffenen haben einen starken Bewegungsdrang in den Beinen und gegebenenfalls den Armen, meistens in Verbindung mit unangenehmen Missempfindungen in den betroffenen Gliedmassen.
  • Die Beschwerden treten bevorzugt in Ruhesituationen auf oder verstärken sich bei Entspannung.
  • Durch Bewegung und Belastung verbessern sich die Beschwerden vorübergehend.
  • Die Beschwerden nehmen am Abend und in der Nacht zu.

 

Da das Restless-Legs-Syndrom (Willis-Ekbom Syndrom) in über 50 Prozent der Fälle vererbt wird, erkundigt sich der Arzt in der Regel danach, ob auch andere Familienmitglieder unter ähnlichen Symptomen leiden oder ob bei ihnen bereits ein Restless-Legs-Syndrom diagnostiziert wurde. Er interessiert sich ausserdem dafür, ob der Betroffene bestimmte Medikamente einnimmt, die unruhige Beine begünstigen können. Wenn der Arzt aufgrund der Familiengeschichte und der typischen Symptome den Verdacht hat, dass der Betroffene an unruhigen Beinen leidet, kann er mithilfe des sogenannten L-Dopa-Tests die Restless-Legs-Diagnose bestätigen. Dabei verabreicht der Arzt dem Betroffenen ein dopaminhaltiges Medikament, wodurch sich die Symptome in vielen Fällen bessern.

Gemäss Literatur  sollen die folgenden Medikamente/Behandlungen Linderung verschaffen:

  1. Medikamente
  2. Schlaf Routinen
  3. Eisen- und Vitamin-Einnahmen
  4. Körper-Übungen wie z.B. Aerobic etc.
  5. Yoga und Stretching
  6. Massagen
  7. Einnahme von Neurotransmittern wie z.B. Dopamin.

Frau H. beschreibt ihre Beschwerden wie folgt. Sobald sie sich hinlegt, egal ob zur Mittagsruhe oder Nachtruhe, fangen ihre Beine an zu «kribbeln und krabbeln» und bewegen sich unkontrolliert rauf und runter. Damit einhergehen Schmerzen in den arthritischen Gelenken. Erleichterung verschaffen ihr kalte Güsse vor dem Schlafen und wenn sie die Beine nicht zudeckt. Sobald die Beine warm werden geht es mit der Unruhe und damit auch den Schmerzen wieder los. Steht sie auf, hören die Bewegungen auf. Der dringend benötige erholsame Schlaf ist damit sehr störanfällig und sie fühlt sich morgens oft «zerschlagen und gerädert». Entspannung haben ihr Phantasiereisen gebracht. Diese Methode hat sie bei einem Reha-Aufenthalt kennengelernt.

Aber sobald im Laufe der Nacht die Wirkung der Dpompantablette nachlässt, fangen die Unruhe und damit der Schmerz erneut an. Meist wird sie gegen 2 Uhr von den Schmerzen geweckt und läuft durch die Wohnung, spült die Beine kalt ab, legt sich wieder hin, schläft etwas, bevor es wieder von neuem losgeht.

 

Wir haben damit begonnen, wenn Frau H. im Bett/auf dem Sofa liegt die Beine mit Immortellenwasser (Hydrolat – Pflanzenwasser aus der Immortelle)(Füsse bis über die Knie) einzusprühen und dieses in Ruhe einziehen zu lassen. Dies dient sowohl dazu, dass die Hämatome abgebaut werden und die dadurch verursachten Schmerzen aufhören, aber auch, dass das nachfolgende Öl in tiefere Hautschichten eindringen kann.

 

Leichte Träume

  • 50 ml Johanniskrautöl – schmerzstillend, durchblutungsfördernd (Herz)
  • 4 Tropfen Lavendel fein – beruhigend, bei Erschöpfung ausgleichend (Herz)
  • 4 Tropfen Rosengeranie – Herz-Kreislauf regulierend und stärkend, ausgleichend (Herz)
  • 2 Tropfen Weihrauch – schmerzlindernd (Basisnote)
  • 2 Tropfen Pfefferminz – schmerzstillend, krampflösend und kühlend (Kopfnote)
  • 3 Tropfen Wintergrün – natürliches Schmerzmittel, Rheuma, Arthritis, und Gelenkschmerzen (Herznote)

(Achtung Mischungen müssen immer individuell erstellt werden, da sie abhängig von Gewicht/Hautstruktur/Alter sind)

Diese Mischung zeigte bereits gute Ergebnisse und für Frau H. eine völlig überraschende Wirkung. Während der Anwendung von Immortellenwasser hatten sich die Hämatome, bereits nach einer Woche fast vollständig abgebaut und zeigten keinen Berührungsschmerz mehr.

Auch die Beine kamen zur Ruhe und es zeigte sich eine deutliche Schmerzminderung, sodass Frau H. bereits nach einmaligem Gebrauch bis 6 Uhr morgens durchschlafen und auch die Beine nachts unter der Decke lassen konnte. Aufgrund der Wärmeentwicklung empfand sie dies bislang als unangenehm. Die Knie taten ihr jedoch weiterhin weh.

 

Mit der Zeit haben wir dann die Mischung individuell von der Stärke (Anzahl der Tropfen) angepasst.

Frau H. war begeistert und es hat sich wieder einmal mehr gezeigt was für eine gute Ergänzung die ätherischen Öle bieten können.

Aromatherapie für Frauen

Sabrina HerberEliane Zimmermann, 

ISBN978-3-96199-006-1