Ein schönes Ritual um für sich selbst zu sorgen

Neigen Sie dazu, die Bedürfnisse anderer vor Ihre eigenen zu stellen? Verbringen Sie wenig Zeit damit, für sich selbst zu sorgen?

Es gibt viele (gute ?!) Ausreden, warum man sich nicht um sich selbst kümmert: bewegtes Arbeitsleben, Familienleben, Geldmangel. Aber wie Deepak Chopra es in seiner Meditation über wundersame Beziehungen so gut ausdrückt: „Wie können Sie geben, wenn Sie leer sind? „

Es ist leicht zu verstehen, dass Selbstfürsorge nicht mehr eine selbstsüchtige Handlung und Priorität ist, wenn man in der Lage sein möchte, denen zu geben, die uns lieb sind.

Eine gute Möglichkeit sich selbst zu verwöhnen ist eine regelmässige Selbstmassage mit einem therapeutischen Balsam. Und das erfordert nicht unbedingt viel Zeit und Geld.

Lilian Imboden ist Apothekerin, Craniosacral-Therapeutin und praktiziert auch die Esalen Massage und erklärt ein kleines Ritual, wie Sie sich um Sie selbst kümmern können.

Die Fussmassage

Sich selber eine Fussmassage zu geben, ist eine wunderbare Art und Weise, vom Denken ins Fühlen zu kommen.

Ein selbstgemachter Aromabalsam hilft zusätzlich, da wir neben der Berührung zusätzlich den Geruchssinn miteinbeziehen.

 

  1. Nehmen Sie einfach ein nussgrosses Stückchen Balsam in Ihre Hände und umfassen einen Fuss.
  2. Massieren Sie dann den Fussrücken und die Fusssohle mit grossen kreisenden Bewegungen.
  3. Lassen Sie dabei Ihre Hände langsam und bestimmt die Konturen Ihres Fusses erforschen und führen Sie Ihre Finger auch immer wieder fliessend zwischen die Zehenzwischenräume und entlang der Mittelfussknochen nach oben Richtung Knöchel.
  4. Verbinden Sie dann mit langen, achtsamen Streichbewegungen den Fuss entlang des Schienbeines mit dem Knie. Denn darum geht es, Verbindung schaffen zwischen Hände und Fuss, zwischen oben und unten.

Das Massagebalsam selber herstellen

Eine Massagesalbe selber herzustellen ist einfach und geht schnell.

Da wir im Gegensatz zu einer Creme nicht mit einer Wasser- und einer Ölphase arbeiten, brauchen wir keinen Emulgator und keine Konservierungsstoffe. Wir benötigen lediglich ein Basisöl als Wirkstoffträger und Bienenwachs als Konsistenzgeber. Die ätherischen Öle, die wir dem Balsam beifügen, dienen als Wirkstoffe.

Als Basisöl können Sie jedes pflanzliche Öl nehmen, das keinen starken Eigengeruch aufweist und chemisch stabil ist. Sprich, nicht zu schnell ranzig wird und nicht viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Gut eignen sich alle Öle, die wir auch in der Küche zum Braten verwenden können, wie das High-oleic Sonnenblumenöl, ein Olivenöl, Jojobaöl oder Kokosöl. Sie können die Öle auch untereinander mischen. Natürlich können Sie auch Mandelöl nehmen, dann sollten Sie aber den Balsam in einem halben Jahr aufbrauchen.

Bienenwachs brauchen wir in einer Konzentration von 10%. Sie können es als Offenware in Plättchenform in Apotheken kaufen. Ein gehäufter Teelöffel entspricht etwa 5 g.

Die ätherischen Öle verwandeln die Massagesalbe in einen hochwertigen aromatherapeutischen Balsam. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte flüchtige Pflanzenwirkstoffe. Für die Anwendung auf der Haut ist es wichtig, dass die ausgewählten Öle gut hautverträglich, reizarm und von aromatherapeutischer Qualität sind. Lavendel, Niaouli, Palmarosa, Rosengeranie und Rose eignen sich besonders gut. Wenn der Balsam spezifisch bei Erkältungen, Schmerzen, oder zur Durchblutungsförderung eingesetzt wird, können weiter Eucalyptus radiata, Thymian vom Chemotyp Linalool und Rosmarin eingesetzt werden.

Verlassen Sie sich bei der Dosierung der ätherischen Öle auf Ihre Nase. Sie können während der Herstellung immer wieder ein paar Tropfen beifügen und riechen, ob die Mischung so für Sie stimmt.

Als Faustregel gilt: 20 Tropfen entsprechen in etwa 1 ml. Je nach Verwendungszweck und Altersgruppe setzen wir 0.5 bis 7% in der fertigen Mischung ein. So dürfen die ätherischen Öle in einem Erkältungsbalsam kräftig dosiert werden. Eine Rezeptur zur Beruhigung und für grössere Körperflächen oder für Kinder soll nur dezent duften.

Wohlfühl-Rezepte

Die Menge der ätherischen Öle bezieht sich auf 50 ml Balsam. Die Angaben sind Richtwerte – Sie dürfen Ihren eigenen persönlichen Duft kreieren!

rosa


Ein Balsam für Herz und Nerven: der Rosenbalsam

  • Lavendel 5 Tr.
  • Rosengeranie 4 Tr.
  • Palmarosa 5 Tr.

Rosengeranie und Palmarosa duften rosig. Wer den Duft noch verstärken möchte, kann optional 1 bis 2 Tropfen echtes Rosenöl beifügen. Rosenöl ist eine aromatherapeutische Kostbarkeit und sehr teuer – in nur einem Tropfen steckt der Duft von 20 Rosenblüten. Deshalb will Rosenöl in Duftkombinationen zart dosiert werden – 2 bis 3 Tropfen auf 100 ml genügen meistens. Echtes Rosenöl nimmt bei kühleren Temperaturen eine gelartige Konsistenz an. Bringen Sie deshalb vor der Verwendung das Fläschchen auf Körpertemperatur, falls Sie Schwierigkeiten bei der Entnahme haben.

Der Rosenbalsam beruhigt, hilft bei Einschlafschwierigkeiten und bringt Trost und Geborgenheit. Er kann sparsam und sanft mit kreisenden Bewegungen auf Brustbein und Kreuzbein aufgetragen sowie zur Fussmassage verwendet werden. Massieren Sie abends vor dem Zubettgehen mit dem Rosenbalsam die Füsse, ziehen Sie dann warme Socken an und trinken eine Tasse Orangenblütentee. Das wird helfen, wieder wohligen und ruhigen Schlaf zu finden.

Ein Balsam für Kraft und Stärke: der Thymianbalsam

  • Thymian Linalool 12 Tr.
  • Rosmarin 8 Tr.
  • Lavendel 8 Tr.

Rosmarin und Thymian, die beiden Feuerpflanzen, bringen Kraft, Energie und eine verbesserte Durchblutung. Lavendel wirkt ausgleichend auf das Nervensystem und pflegt die Haut. In dieser Mischung ist es wichtig, das Thymianöl des Chemotyps Linalool zu gebrauchen, da das herkömmliche Thymianöl vom Chemotyp Phenol stark hautreizend wirken kann. Bei Müdigkeit den Balsam kräftig auf Kreuz-, Lendenbereich und Unterbauch einmassieren. Sie können damit auch die Handflächen behandeln. Reiben Sie die Hände energievoll aneinander und bringen sie dann vor Ihr Gesicht. Anschliessend nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge. Der Balsam hilft müden Geistern wieder auf die Sprünge und eignet sich auch bestens als Energiebalsam nach durchgemachten Krankheiten und Infektionen.

Wenn Sie die Balsame als Geschenke verschenken und grössere Mengen herstellen, füllen Sie die Balsame gleich nach dem Beifügen der ätherischen Öle in schöne, dunkle Salbentöpfchen, bevor die Masse ganz erstarrt ist. Der Balsam wird in den nächsten Stunden noch nachhärten.

Thymus vulgaris - Thymian

Für Tiefenarbeit, das Berührungsbalsam: die Esalen Massage

Genau das ist auch der zentrale Gedanken der Esalen Massage: fliessen und verbinden. Wie in keiner anderen Art der Massageform werden hier durch die Long Strokes, die langen Streichbewegungen, alle Körperstrukturen miteinander verbunden. Die Haut mit den vielfältigen Rezeptormechanismen ist dabei Kommunikationsorgan, Vermittler zwischen innen und aussen. Die achtsame Präsenz des Esalen Massage Practitioners ermöglicht es der Klientin, sich auf allen Ebenen des Körpers wertfrei und in der Sicherheit der eigenen Grenzen wahrzunehmen.

Eine Esalen Massage ist Berührungsbalsam, beruhigt das Nervensystem und lässt Energien wieder fliessen. Sie ist die Therapieform der Wahl für Menschen, die auf der Suche nach Körperheimat, Integrität und Verbindung sind – mit oder ohne Schmerzen, gesund oder heilbedürftig.

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