Erschöpft aufgrund einer Stoffwechselstörung: HPU

Leiden Sie regelmäßig unter Darmproblemen, körperlicher und geistiger Erschöpfung oder Schlafstörungen? So leiden Sie möglicherweise an einer Stoffwechselstörung namens HPU (Hämopyrrollactamurie), die einen Mangel an Zink, Vitamin B6 und Mangan in Ihrem Körper verursacht und besonders Frauen betrifft.

Andrea Heller entdeckte, dass sie an dieser Störung litt, als sie selbst Ernährungsexpertin wurde und orthomolekulare Analysewerkzeuge verwendete. Sie erzählt Ihnen mehr darüber in diesem Artikel.

Was ist HPU?

HPU (Kurzform für Hämopyrrollaktamurie) ist eine Stoffwechselstörung, an welcher ca. 10% aller Frauen leiden. Einfach erklärt wird Zink, Mangan und die aktive Form von B6 über die Nieren wieder ausgeschieden, womit diese wichtigen Nährstoffe dem Organismus verloren gehen. So kommt es über die Jahre zu einem ausgeprägten Mangel, welcher über die normale Ernährung nicht ausgeglichen werden kann. Diese Stoffwechselstörung ist angeboren und vererbbar. Umso älter man ist und umso länger es geht, bis die Störung entdeckt wird, umso grösser sind die Mangelerscheinungen und die entsprechenden Beschwerden.

Welches sind die Symptome?

Allergien, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, leicht erschöpfter, Stressempfindlichkeit, Schlafstörungen, Übergewicht, Fruchtbarkeits- und Schwangerschaftsprobleme sind nur einige der möglichen Symptome, welche zu massiven gesundheitlichen Beschwerden führen können. Typische Körperzeichen sind z.B. eine blasse Hauptfarbe, Hypermobilität der Gelenke, weisse Flecken auf Fingernägeln und schlaffe Muskulatur. Mögliche Charaktermerkmale von HPU-Patienten können folgende sein: Diener/Helfer, alles muss einen Sinn ergeben, schlechtes Kurzzeitgedächtnis und leidenschaftliches Verhalten.

Was verursacht dieser Mangel?

Im gesunden Stoffwechsel fallen Pyrrole (Bausteine des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin) als Abbauprodukte des Eiweissstoffwechsels an. Diese sind giftig, sind aber in geringer Zahl nötig. Die Ausscheidung erfolgt nach Gebrauch (dadurch werden sie ungiftig) über die Galle und den Darm.

Bei einer HPU-Erkrankung fallen deutlich mehr giftige Pyrrole im Blut an, was eine komplette Ausscheidung über die Galle unmöglich macht. Deswegen werden diese über die Nieren aus dem Körper geschleust. Giftige Pyrrole werden auf diesem Weg an Vitamin B6 und Zink gekoppelt, weil sie nur so entschärft und über den Urin ausgeschieden werden können. Dadurch werden viel grössere Mengen an Vitamin B6 und Zink verbraucht, als über die Ernährung zugeführt werden kann.

„Dadurch werden viel grössere Mengen an Vitamin B6 und Zink verbraucht, als über die Ernährung zugeführt werden kann.“

Was kann man dagegen tun?

Sich zuerst an einen Experten wenden. Heute kann man mit einfachen Analysen feststellen, ob Mikronährstoff-Mangel (v.a. Zink) vorhanden sind. Im Anschluss ist es möglich, sich auf HPU testen zu lassen mit einem 24-Stunden Urintest. Ist man HPU-positiv startet man mit der Behandlung, bei welcher in der Regel zuerst mit verschiedenen Präparaten mit einem Darmaufbau gestartet wird und im Anschluss die Mikronährstoff-Mängel aufgefüllt werden. Schon nach wenigen Monaten fühlen sich die Betroffenen wieder viel wohler und leistungsfähiger.

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