Die Tomatis-Methode (Audio psycho phonologie)

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Ursprung

Die Audio-Psycho-Phonologie wurde von Professor Alfred Tomatis entwickelt. Dieser Hals-Nasen-Ohrenarzt hatte die Bedeutung der Beziehungen zwischen Ohr und Stimme hervorgehoben. Auf der Basis seiner Forschungen und Entdeckungen begann er 1957, einen elektronischen Apparat zu entwickeln, das so genannte „Elektronische Ohr“. Mit diesem Apparat konnte das Gehör durch auditive Stimulation und Einsatz von Filtern geschult werden.

Beschreibung der Methode

Die „Audio-Psycho-Phonologie“, besser bekannt unter dem Namen „Tomatis-Methode“, ist eine Pädagogik des Hörens bzw. Zuhörens, die zum Ziel hat, das ZUHÖREN (viel mehr als das Hören) bei Jedem ob jung oder alt, zu verbessern. Zuerst wird ein „Horchprofil“ erstellt, um das Potenzial einer Person zu erfassen und dann die darunter liegenden Fähigkeiten zu entwickeln. Der Nutzen ist vielfältig: Dank der Schulung der Fähigkeit zuzuhören werden nicht nur die auditive Wahrnehmung und Verarbeitung verbessert, sondern auch die Aufmerksamkeit, die Kommunikation und die Lernfähigkeit. Der Mensch findet ein besseres physisches und psychisches Gleichgewicht.

Bei den „Horchsitzungen“ erlebt das Ohr eine regelrechte Gymnastik. Die filtrierte Musik und andere Einstellungen am Elektronischen Ohr schicken das Ohr wechselnd in einen Ruhezustand und in die Aktivität. Damit wird das Zuhören stimuliert. Das Programm wird aufgrund des Horchprofils zusammengestellt. Es beinhaltet Musik von W.A: Mozart, die sehr reich ist an Harmonien. Auch gregorianische Gesänge werden eingesetzt und manchmal die Mutterstimme. Alles wird über die Filter des Apparats geführt und über spezielle Kopfhörer mit Knochen- und Luftleitung geleitet.

 



Eine audio-psycho-phonologische Behandlung beginnt immer mit einer Erstabklärung und einem Tomatis-Horchtest, aufgrund deren Ergebnisse das individuelle Musikprogramm zusammengestellt werden kann.

Erwartete Wirkungen

Mit der auditiven Stimulation mit dem elektronischen Ohr können viele verschiedene Schwierigkeiten oder Störungen korrigiert werden, denn das Ohr ist ein wahrhaftiger "Dirigent" in unserem Organismus. Daher sind die Anwendungsgebiete zahlreich:

  • Schule, Lernen
    • Konzentrationsprobleme
    • Störungen der geschriebenen Sprache
    • Legasthenie, Gedächtnisstörungen
    • Aufmerksamkeitsdefizite
  • Verhalten
    • Anpassungsschwierigkeiten
    • Ängstlichkeit, Ängste
    • Fehlendes Selbstvertrauen
    • Geringe Frustrationstoleranz
    • Emotionale Unreife, Introversion
    • Hyperaktivität, Überempfindlichkeit
  • Stimme, Musik, Gesang
    • Lampenfieber
    • Schwierigkeiten mit Rhythmus, Intonation (Sprachmelodie), Klang
    • Ausdruck in der Stimmt
  • Sport, Bewegung, Gleichgewicht
    • Koordination, Gleichgewichtsprobleme
    • Körperbild, Haltung
    • Motorik, Feinmotorik
  • Wohlbefinden, Energie
    • Schwangerschaft
    • Stress
    • Gleichgewichtsprobleme
    • Aufmerksamkeitsschwäche
    • Burn-out
  • Auditive Wahrnehmung
    • "Nicht Hören Wollen"
    • Reizbarkeit
    • Lärmüberempfindlichkeit auf Lärm und Geräusche
  • Entwicklung
    • Allgemeiner Rückstand
    • Sprachliche Entwicklungsverzögerung
    • Motorische Entwicklungsverzögerung 
  • Fremdsprachenintegration
    • Auditive Sensibilisierung auf Fremdsprachen
 

Kontraindikation

In der Regel keine. Die Erstabklärung erlaubt eine Beurteilung darüber, ob die Methode hilfreich sein und somit empfohlen werden kann.

 

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Oktober 2018



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