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Familienstellen

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Die Familienaufstellung ist eine therapeutische Herangehensweise, die von Bert Hellinger entwickelt wurde. Sie wird zu den lösungsorientierten Kurztherapien gezählt.

Die Familienaufstellung kann helfen, Unterbewusstes bewusst zu machen, sich zu befreien oder Knoten zu lösen.

Zu dem Zweck werden jene Familienmitglieder (es muss nicht die biologische Familie sein), zu denen eine problematische Beziehung besteht, durch andere TeilnehmerInnen oder metaphorische Objekte vertreten.

 



Die Familienaufstellung wird entweder in der Gruppe oder in einer Einzelsitzung durchgeführt. Die Gruppe besteht aus 10 bis 20 Personen, manchmal mehr. Gemeinsam haben die TeilnehmerInnen den Wunsch, sich persönlich weiterzuentwickeln. Manche haben im Voraus angekündigt, dass sie für sich eine Aufstellung durchführen lassen möchten, andere nehmen einfach an der Aufstellung Teil und stellen sich zur Verfügung, um Familienmitglieder zu vertreten, falls sie dazu ausgesucht werden.

Um ein Familienmitglied zu vertreten, ist keine Übung erforderlich und die Erfahrung ist insofern für alle Beteiligten eine Bereicherung, dass auch die StellvertreterInnen von ihrem Handeln her auf eigene, typischen Verhaltensweisen rückschliessen können.

 

Die Gruppe wird unterstützt vom Therapeuten oder der Therapeutin, der oder die zuerst jene Person befragt, deren Familiensystem aufgestellt wird (wir nennen die Person der Einfachheit halber Klient). Die Therapeutin oder der Therapeut befragt den Klienten nach der Fragestellung, der Klient erklärt, welche Personen vertreten werden sollen und sucht TeilnehmerInnen aus, die als StellverreterInnen passen würden. Den TeilnehmerInnen steht es frei, anzunehmen oder abzulehnen. Der Klient sucht auch eine TeilnehmerIn aus, der ihn selber vertritt.Die TeilnehmerInnen bilden dann einen Kreis und darin platziert der Klient die StellvertreterInnen entsprechend seiner eigenen Einschätzung. Schliesslich setzt er sich und die Therapeutin oder der Therapeut leitet die StellvertreterInnen darin an, ihre Empfindungen auszudrücken und verschiedenen Positionen innerhalb des Kreises einzunehmen, bis eine Konstellation erarbeitet wird, in der sich alle StellvertreterInnen wohlfühlen und der auch der Klient selber seinen Platz einnehmen kann.

 

Eine Familienaufstellung kann auch in einer Einzelsitzung mit dem Therapeuten oder der Therapeutin durchgeführt werden, die Familienmitglieder werden dann nicht durch Menschen, sondern durch metaphorische Objekte vertreten, oft Playmobil Figürchen. Es mag sein, dass bei dieser Methode die Gruppendynamik fehlt und die Aufstellung weniger emotional abläuft. Dafür erlauben es Aufstellungen in der Einzelsitzung manchen Klienten, mehr in die Tiefe zu gehen. Das ist nicht nur effizient, sondern entspricht, je nach dem, auch besser den Bedürfnissen des Patienten oder der Patientin.

Familienaufstellungen werden oft bei familiären Konflikten durchgeführt, helfen aber auch bei mangelndem Selbstvertrauen, Blockaden, bei wiederkehrenden Misserfolgen, Sinnverlust oder beim Gefühl, eine übermässig schwere Last zu tragen.

 

Bemerkung von Holistia: Die Familienaufstellung wird durch die ASCA oder das EMR nicht anerkannt. Die Methode wird oft im Rahmen eins Coachings verwendet, was durchaus umstritten ist. Nachdem ich die Therapie selber getestet habe und davon profitieren konnte, war es mir ein Anliegen, sie hier vorzustellen. Esther Jouhet organisiert seit sieben Jahren Familienaufstellungen und wird in Zukunft auch selber ausbilden. Ich habe sie gebeten, die Methode vorzustellen.

Esther Jouhet

Mai 2017



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