Von Säuren, Basen und dem pH-Wert

Übersäuerung und basische Ernährung sind Themen, welche immer mal wieder in Blogs und Zeitschriften auftauchen. Doch was genau steckt hinter den Listen der sauren und basischen Lebensmittel? Sollten Sie wirklich mehr Bananen essen, um einen pH-Wert neutralen Urin zu erhalten? Holistia geht Säuren und Basen auf die Schliche und stellt Ihnen eine erstaunlich naheliegende Methode vor, einer Übersäuerung vorzubeugen.

Säuren spalten Protone ab, Basen binden diese.

Unser Körperflüssigkeits pH-Wert sollte bei 7,40 liegen.

Damit wir nicht übersäuern, bedient sich unser Organismus verschiedener Puffersysteme.

Was sind Säuren und Basen?

Um es zu Beginn ganz einfach zu halten: Säuren sind sauer, Basen basisch. Da wären Sie selbst draufgekommen? Dann lassen Sie uns einen Schritt weitergehen. Säuren sind Moleküle (Teilchen), die sobald sie in eine wässrige Lösung gelangen, positiv geladene Wasserstoffatome abspalten, sogenannte Protonen (H+). Je mehr solcher Protonen losgelöst werden, desto stärker sind die sauren Eigenschaften des Moleküls.

Basen arbeiten genau in die Gegenrichtung. Sie binden Protonen an sich. Das Paradebeispiel ist ein Molekül namens Hydroxil-Anion (OH-), dass dadurch, dass es das Proton (H+) an sich bindet zu Wasser wird (H2O).
Säuren und Basen neutralisieren sich gegenseitig, wenn man sie in gleichem Ausmass zusammenführt.

Der pH-Wert

Diesem Begriff sind Sie bestimmt schon einmal begegnet. Wissen Sie was es damit auf sich hat? Der pH-Wert (pH von potentia hydrogenii für „Stärke des Wasserstoffs“) gibt die Stärke von Säuren und Laugen (Basen) an. Er kann mit dem bekannten Lackmuspapier, welches über die Farben des Regenbogens verfügt gemessen werden. Die Skala reicht dabei von 0 bis 14. 7,00 ist dabei der Neutralpunkt (grün). Alle Werte unter 7 liegen im sauren und alle oberhalb im basischen Bereich. Reines Wasser weist den pH-Wert von 7,00 auf. Die stärksten Laugen, wie die Kalilauge oder Natronlauge, erreichen 14 (violett). Starke Säuren wie Salzsäure liegen bei 0 (rot).

Wobei starke Basen wesentlich gefährlicher für den Menschen sind da solche Laugen die menschliche Haut aufzulösen vermögen und eine sogenannte Verflüssigungsnekrose entsteht. Säuren verätzen „lediglich“ oberflächliche Schichten der Haut, wodurch ein Schorf entsteht, der das weitere Eindringen verhindert.

Der pH-Wert der menschlichen Körperflüssigkeiten liegt exakt bei 7,40. Da jede unserer Zellen jedoch stetig Säuren produziert, steckt ziemlich viel dahinter, diesen Wert auf diesem Level zu halten.

Das geniale System unseres Körpers, damit wir Mahlzeiten überleben

Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, welche überwiegend aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) besteht und diese verbrannt wird (durch das Zusammentreffen mit Sauerstoff (O2)), entsteht daraus Wasser und Kohlendioxid, welches sich sofort in Kohlensäure umwandelt.
Kohlensäure ist eine schwache Säure mit einem pH-Wert von 6. Sie können also problemlos weiterhin Mineralwasser trinken. Nichtsdestotrotz müssen diese Säuren laufend abgefangen werden. Bereits schon ein neutraler pH-Wert von 7,00 der Körperflüssigkeiten wäre mit dem Leben unvereinbar. Die Enzyme (die Katalysatoren des Körpers, die chemische Reaktionen herbeiführen und beeinflussen) würden bei einem solchen Wert bereits nicht mehr funktionieren.

Damit wir unsere Mahlzeiten überleben, hat unser Körper verschiedene Systeme entwickelt. Das wichtigste, das sogenannte Puffersystem, besteht aus Hydrogencarbonat (Bikarbonat). Es fängt die für die Übersäuerung verantwortlichen Protonen ab und überführt diese in Kohlendioxid. Dieses atmen wir aus und Pflanzen wiederum nehmen es für Ihre Photosynthese auf.

Die Atmung ist somit ein wesentlicher Faktor, dass ihr Körper nicht übersäuert. Vielleicht werfen Sie also vorher ein Blick auf Ihre Ausatmung, bevor Sie sich mit dem Modethema der angeblichen Übersäuerung des Körpers zuwenden. Denn auch Säure hat durchaus wichtige Funktionen in unserem Körper. So hilft sie der Niere den Urin anzusäuern, damit keine Bakterien vordringen können. Urin sollte daher in einem schwach sauren Bereich von 4,5 bis 6,5 liegen.

Ein Tipp aus der Alternativmedizin:

Ruth Rösch, diplomierte Atemttherapeutin mit eigener Praxis in Bern, gibt Ihnen eine Übung an die Hand, mit welcher Sie, Atemzug für Atemzug, ihr Kohlendioxid vollständig ausatmen und so ihrem Körper bei seiner Arbeit mithelfen:

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Möchten Sie diese Therapie probieren? Nehmen Sie Kontakt zu Ruth Rösch oder einem Therapeuten in Ihrer Umgebung auf:

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